Der Tasmanische Tiger: Merkmale und Eigenschaften

28 Februar, 2021
Der Tasmanische Tiger ist ein ausgestorbenes Tier, dessen Morphologie und Verhalten einer Hyäne ähnelt. Tatsächlich ist sie sein engster Verwandter. Interessante Fakten!

Der Tasmanische Tiger, auch als Beutelwolf, Tasmanischer Wolf oder Beuteltiger bekannt, war ein Beuteltier, das bis ins 20. Jahrhundert auf der Erde lebte.

Dieses merkwürdige Tier stammte aus Australien, Tasmanien und Neuguinea und war das letzte lebende Mitglied der Gattung Thylacinus. Die Fossilien dieser Art stammen aus dem Holozän. Seine Verwandten erschienen jedoch schon früher im Miozän.

Das Aussterben der Beutelwölfe begann in Australien, aber gemeinsam mit dem Tasmanischen Teufel, seinem engsten lebenden Verwandten, konnte der Tasmanische Tiger überleben.

Der Tasmanische Tiger war ein Super-Raubtier, genau wie die plazentalen Wölfe. Allerdings ist er ein Beuteltier und daher besteht keine phylogenetische Verwandtschaft mit Caniden.

Dank konvergenter evolutionärer Prozesse hat er ein ähnliches Aussehen und ähnliche Anpassungen wie Wölfe. Das heißt, die Merkmale beider entwickelten sich unabhängig voneinander, aber angesichts ihrer ähnlichen Lebensweise und Beutetiere entwickelten sie ähnliche morphologische Anpassungen.

Der Tasmanische Tiger: Merkmale

Morphologie

Obwohl der Tasmanische Tiger inzwischen ausgestorben ist, handelt es sich um eine der wenigen Arten, von denen morphologische Aufzeichnungen gemacht werden konnten. Denn sie waren bis zu ihrem endgültigen Aussterben im Jahr 1936 ein Teil der modernen Gesellschaft.

  • Dieses Tier hatte einen starren Schwanz, der dem von Kängurus ähnelte und die Jungtiere hatten einen Kamm.
  • Ausgewachsene Tiere waren zwischen 1 Meter und 1,80 Meter lang, 60 Zentimeter hoch und wogen zwischen 20 und 30 Kilogramm.
  • Darüber hinaus war ihr Fell kurz, dick, glatt und gelblichbraun.
  • Der Tasmanische Tiger hatte ungefähr 13 bis 21 Streifen, die zwischen Rücken, Rumpf und Schwanz verteilt und bei Jungtieren besser sichtbar waren.
  • Darüber hinaus hatte er abgerundete und aufrechte Ohren, die ungefähr 7 bis 8 Zentimeter lang waren.
  • Es gab einen gewissen sexuellen Dimorphismus in Bezug auf die Größe und die Weibchen hatten einen Beutel mit 4 Brustwarzen.
  • Aufgrund ihrer räuberischen Natur hatten diese Tiere kraftvolle Kiefer und konnten ihr Maul sehr weit aufreißen.
  • Und an den Hinterpfoten hatten sie im Gegensatz zu den Vorderpfoten (5 Zehen) nur 4 Zehen, welche sie einziehen konnten.

Der Tasmanische Tiger wird aufgrund seiner Körperhaltung und seines allgemeinen Verhaltens oft mit einer Hyäne verglichen.

Der Tasmanische Tiger - Schwarz-Weiß-Zeichnung

Der Tasmanische Tiger: Sein Verhalten

Es gibt nicht viele Daten zum Verhalten des Tasmanischen Tigers, denn die Forscher konnten sie nur in Gefangenschaft und tagsüber beobachten. Obwohl das irgendwie ironisch ist, da sie nachtaktive Tiere waren. Daher sind die aufgezeichneten Daten des Verhaltens in freier Wildbahn rar und anekdotisch und wurden immer in Bezug auf das Verhalten des Tasmanischen Teufels extrapoliert.

Dieses Tier streifte in einem Radius von 40 bis 80 Kilometern in seiner natürlichen Umgebung umher, aber es war nicht territorial. Der Tasmanische Tiger jagte in der Dämmerung und suchte tagsüber Zuflucht in kleinen Höhlen oder Stämmen kleiner Bäume im Wald oder in den Hügeln.

Die ersten Beobachter des Tasmanischen Tigers beschrieben das Verhalten dieses Tieres folgendermaßen:

  • Schüchtern in Gegenwart von Menschen, obwohl einige Exemplare mehr Nähe zeigten. Darüber hinaus gaben australische Ureinwohner an, einige Exemplare gelegentlich schwimmen gesehen zu haben.
  • Wenn sie sich auf die Jagd vorbereiteten, gaben sie eine Reihe von gutturalen Lauten von sich, wahrscheinlich um mit anderen Mitgliedern der Gruppe zu kommunizieren. Wenn sie bedroht wurden, knurrten und zischten sie ebenfalls. Außerdem beobachteten die Forscher ein Gähnen, das sie als Bedrohung interpretierten.

Weitere Informationen über das Verhalten des Tasmanischen Tigers

Die Beobachter glaubten, dass sich der Tasmanische Tiger bei der Jagd hauptsächlich auf seinen Sehsinn und sein Gehör verlassen hat. Denn sie waren davon überzeugt, dass die Geruchslappen des Tieres nicht besonders hoch entwickelt waren.

Obwohl die Brutzeit das ganze Jahr über andauerte, erfolgte die überwiegende Aktivität hauptsächlich im Frühling und Sommer. Die Jungen blieben bis zu 3 Monate nach der Geburt im Beutel ihrer Mutter. Während die Mutter jagte, blieben die Jungtiere im Beutel, aber sobald sie diesen verlassen hatten, waren sie groß genug, um sich selbst zu versorgen.

Die Forscher untersuchten ihren Bewegungsapparat, während sie die Tiere in Gefangenschaft beobachteten. Dabei entdeckten sie, dass der Tasmanische Tiger beim Laufen eher unbeholfen war. Daher glauben sie, dass diese Tiere nicht in der Lage waren, schnell zu laufen. Allerdings stellten sie auch fest, dass ihr zweibeiniger Sprung dem eines Kängurus ähnlich ist.

Der Tasmanische Tiger

Ernährung

Der Tasmanische Tiger war ein reiner Fleischfresser. Sein Magen hatte eine große Muskelschicht, die sich ausdehnen konnte. Möglicherweise war dies eine Anpassung der Tiere, damit sie große Mengen an Nahrungsmitteln über einen längeren Zeitraum ansammeln konnten, wenn es nur wenige Beutetiere gab.

Ihre Hauptbeute waren Kängurus, Wallabys, Wombats, Vögel und Känguru-Ratten.

Wann wurde der Tasmanische Tiger ausgerottet?

Der Tasmanische Tiger ist vor etwa 80 Jahren ausgestorben. Das letzte Exemplar starb 1936 in Gefangenschaft.

Die Jagd auf dieses Tier in den australischen Antipoden trug zu seinem Aussterben bei. Jüngste wissenschaftliche Studien zeigen jedoch, dass der Tasmanische Tiger bereits zum Aussterben verurteilt war. Dies lässt sich aus seinen DNA-Daten entnehmen.

Das mag schockierend sein, aber die genetische Vielfalt dieses Tieres zeigte einen drastischen Verfall, noch bevor die Menschen begannen, es zu jagen. In der Natur führt diese Abnahme der langfristigen genetischen Variabilität zu einer größeren Anfälligkeit für Umweltveränderungen. Und dies wiederum führt letztendlich zum Aussterben einer Art.

Estudios científicos, PLOS ONE. Recogido a 24 de Abril en https://journals.plos.org/plosone/article?id=10.1371/journal.pone.0168993

Estudios científicos recientes, Nature, Ecology & Evolution. Recogido a 24 de Abril en https://www.nature.com/articles/s41559-017-0417-y